Geschichte

Die wahre Geschichte der Erotischen- ♥ Liebesnuss ♥ Coco de Mer

Mythos und Eros der Meereskokosnuß

In stürmischen Nächten, wenn niemand wagt, in den Wald zu gehen, soll es

passieren:

Die Meeresnusspalmen feiern Hochzeit. Dann paaren sich die männlichen Palmen, deren Blütenstand aussieht wie ein meterlanger Penis, mit den weiblichen Palmen,

ihre Samen gleichen einem mächtigen Frauen-Schoß.

Coco de Mer Fruit of Praslin original copyright F.Zimmermann

Naturpark Mai-Tal (N/1983)

Vallée de Mai auf den Seychellen

Die Seychellenpalme (Lodoicea maldivica), auch Coco de Mer, Seychellennuss oder Meereskokosnuss genannt, ist eine Palmenart, die nur auf den Seychellen-Inseln Praslin und Curieuse im Indischen Ozean wächst und dort ausgedehnte Bestände bildet. Sie ist das Symbol der Inselrepublik Seychellen. Das Art-Epitheton maldivica wurde vergeben, da die Nüsse der Seychellenpalme häufig an die Küsten der Malediven angeschwemmt werden.

Sie ist bekannt, da sie die größten Samen im gesamten Pflanzenreich bildet.

Die Palme wird höchstens 25 Meter hoch, bei einem Stammdurchmesser von etwa 50 cm. Ihre Fächerblätter sind sehr groß, an der Oberseite dunkelgrün glänzend und durch steife auseinanderstehende Segmente geteilt. Sie wächst außerordentlich langsam und blüht erst nach 30 bis 60 Jahren.

Die Samen der Seychellenpalme werden Seychellennüsse oder „Coco de Mer“ genannt. Sie sind mit einem Durchmesser von 30 bis zu 50 Zentimetern und einem Gewicht von 10–22 kg die größten Samen im Pflanzenreich. Ein Samen benötigt 6 bis 7 Jahre, um heranzureifen. Eine Frucht enthält 2 bis 3 Samen.

Keimfähige Samen sind nicht schwimmfähig, lediglich taube Samen können im Meer treiben. Dies erklärt,

warum diese Palmenart nur auf zwei Inseln wächst. Taube Samen werden oft an den Küsten Indiens, der Malediven, Indonesiens oder Ceylons angespült. So wurden bereits vor Jahrhunderten Legenden über die eigenartigen Riesennüsse und die Bäume, auf denen sie wachsen, gebildet. Lange Zeit wurde vermutet, es gäbe nur einen einzigen Baum, der diese Früchte trägt. In den Aufzeichnungen portugiesischer Seefahrer aus dem Jahr 1563 wird die Nuss noch „Coco de Maledives“ genannt, weil man annahm, die Früchte seien dort heimisch. Der wissenschaftliche Name des Baumes, Lodoicea maldivica erinnert heute noch an diese falschen Spekulationen.

Im 17. Jahrhundert machten die Schriften des Franzosen François Pyrard de Laval die Nuss in Europa berühmt. Er strandete im Jahr 1601 mit einem Schiff auf den Malediven und berichtete, dass der maledivische König verfügt hatte, jede gefundene Nuss stehe nur ihm zu und müsse ihm sofort gebracht werden. Zuwiderhandeln sei mit Abhacken der Hände bestraft worden.

Es wird vermutet, dass europäische Seefahrer als Erste die wahre Heimat der Coco de Mer entdeckten, den Ort aber geheim hielten. Der deutsche Kaiser Rudolf II. von Habsburg schrieb im 17. Jahrhundert 4000 Gulden als Belohnung für eine einzige dieser Nüsse aus, bekam aber keine. In Europa wurde die Heimat der Pflanze im 18. Jahrhundert durch Pierre Sonnerat bekannt gemacht.

Heute gibt es etwa 4000 Exemplare der Palme, die meisten davon im Nationalpark Vallée de Mai (Unesco-Weltnaturerbe) auf der Insel Praslin. Die Nüsse dürfen nur mit Zertifikat ausgeführt werden.

Im botanischen Garten von Kandy (Sri Lanka) gibt es eine aus Nachzucht von vor 100 Jahren entstandene Allee von ca. 20 Seychellenpalmen, die dort auch früchtetreibend sind.

Literatur: Coco de mer – Seychellenpalme

Coco de Mer Palme Praslin Seychellen 2011

Insel Praslin

Praslin ist die zweitgrößte Granitinsel der Seychellen. Sie hat einen wesentlich weniger gebirgigen Charakter als Mahe,die Insel wird von mehreren Höhenzügen geformt, deren höchster Gipfel 367 m hoch ist. Ihr rötlicher Granit formt sanfte Hügel.

Praslin ist 11 km lang und 4 km breit.

Hier finden Sie Informationen über den Naturpark Vallée de Mai auf den Seychellen,

der zum Weltnaturerbe der Unesco gehört.

Das Vallée de Mai ist auch das Habitat einer vielfältigen Fauna.So gibt es hier diverse Chamäleon- und Geckoarten. Außerdem sind hier zahlreiche teils endemische Vogelarten vertreten,

darunter Seychellen-Vasapapageien, Seychellen-Salangane,ferner Dickschnabelbülbüls und Kolibris.